10.000 Euro Belohnung ausgesetzt
NABU hofft auf schnelle Aufklärung im Fall der getöteten Wölfin


06. März 2009: NABU, WWF, die Gesellschaft zum Schutz der Wölfe und der Freundeskreis freilebender Wölfe setzen gemeinsam 10.000 Euro Belohnung für Hinweise aus, die zur Ermittlung der Täter der erschossenen sächsischen Wölfin führen.
„Sachsen ist das Hauptgebiet der deutschen Wolfspopulation und Vorbild für ganz Deutschland. Die Täter haben auf besonders perfide und schmerzhafte Art ein geschütztes Tier getötet. Die Tat ist auch als Attacke auf die aktuelle Entwicklung in Sachsen zu werten, in der erstmals alle Bevölkerungsgruppen gemeinsam über das Miteinander von Wolf und Mensch beraten. Hier sollten mit der Waffe Fakten geschaffen werden, um den Bürgern in der Lausitz die Entscheidung über das Zusammenleben mit den Tieren von vornherein zu verbauen“, urteilten die Verbände.

Die Wölfin starb an einem Bauchschuss


Die Ende Januar südlich des Tagesbaus Reichwalde in Sachsen tot aufgefundene junge Wölfin wurde illegal geschossen. Die Obduktion durch das Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin ergab, dass die Wölfin durch einen Bauchschuss tödlich verletzt wurde. Damit wurde zum ersten Mal seit Unterschutzstellung dieser Tierart im Jahr 1990 in Sachsen der illegale Abschuss eines Wolfs nachgewiesen. Dabei starb das Tier offenbar nicht sofort, sondern lebte möglicherweise mit der schmerzhaften Wunde schwer verletzt noch einige Tage. Im Jahr 2009 sind in Sachsen bereits drei Wölfe tot aufgefunden worden, neben der geschossenen Wölfin kamen zwei Wölfe durch Verkehrsunfälle ums Leben.

„Wir rufen zudem den Landesjagdverband auf, sich unserer Initiative anzuschließen, um eindeutig Position gegen den oder die Schützen zu beziehen“, so die Verbände.

Wölfe unterliegen nicht dem Jagdrecht und sind nach den Bestimmungen des Naturschutzrechts streng geschützt. Der illegale Abschuss eines Wolfes ist eine Straftat. Bereits 2007 hatten illegale Abschüsse von Wölfen in Brandenburg und Niedersachsen Aufsehen erregt.


Ich bedanke mich ganz herzlich bei Nabu (http://www.nabu.de)"
dafür, das ich diesen Artikel in meiner HP veröffentlichen durfte.