Die Zukunft des Wolfes ist alles andere als rosig.
Anhand der Zahlen, die Wissenschaftler in den letzten Jahren zusammengetragen haben, ist der Fall "Wolf", zumindest im europäischen Raum "relativ" hoffnungslos. Die lange, hartnäckig und voller Haß durchgeführte Jagd und Vernichtung, die leider bis heute anhält, hat Ihren Tribut gefordert. Zum Glück gibt es den Wolf aber noch, und das ist gut so!!!!
In Kanada, Alaska, Sibirieren oder Kasachstan hat Er noch Rückzugsmöglichkeiten. Auch bei uns in Deutschland ist der Wolf endlich wieder auf dem Vormarsch. In der Lausitz leben derzeit drei Wolfsrudel. Das sind insgesamt etwa 30 Tiere. Es ist dennoch ungewiß, ob sich die Wolfsbestände jemals wieder richtig erholen werden.
Denn solange der Mensch den Wolf mit seinem Haß verfolgt, gibt es für den Wolf nur geringe Überlebenschancen. Das Beispiel Europa macht den Konflikt, der nahezu unüberwindbare Probleme aufwirft, was Räuber wie Wölfe und auch Bären betrifft, zwischen Mensch und Tier, zwischen Zivilisation und Natur sehr deutlich.
Zwischen Böhmerwald und Bayrischem Wald in einem etwa 2000 Quadratkilometer großem Gebiet, sind zum Beispiel ideale Vorraussetzungen gegeben den Wolf wieder anzusiedeln. Dort wäre der Kontakt zum Menschen sehr gering. Auch der Wildbestand, die Lebensgrundlage für unseren "Räuber", hat sich dort wieder ausreichend erhöht. Eine natürliche Regulierung durch den Wolf, wäre sogar wünschenswert.
Der Mensch ist wieder einmal der einzige der sich wehrt, den "wilden Bösewicht" in seine Nähe zu dulden.
Die über Jahrtausende eingeimpften Angst - und Haßgefühle sind leider immer noch sehr stark ausgeprägt. Dies zeigte sich bei einer Volksbefragung in dem oben genannten Gebiet: Die meisten Einwohner waren gegen eine Wiedereingliederung des Wolfes.

Ob der Mensch es jemals schaffen wird, exemplarisch am Wolf seine Vorurteile abzubauen und die Bedingungen zu erfüllen, die der Wolf für einen Fortbestand braucht ist ungewiß. Aber die Hoffnung bleibt - und stirbt bekanntlich zum Schluß...