Wolfsnachwuchs in der Lausitz
Vier Wochen alter Wolfswelpe gesichtet


20. Juni 2008 Im westlichen Teil des Biosphärenreservates Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft wurde ein etwa vier Wochen alter Wolfswelpe gesichtet. Das ist der erste Beleg für Wolfsnachwuchs in diesem Jahr. Gegenwärtig begeben sich die kleinen Wölfe auf die ersten Erkundungstouren außerhalb ihrer Höhle. Damit beginnt für das NABU Projekt "Willkommen Wolf!" eine spannende Zeit im Jahresablauf.
"Wir sind sehr gespannt, ob auch die anderen Rudel Nachwuchs bekommen und ob sich damit die Bestandszahlen des seltensten Säugetieres in Deutschland weiter festigen wird," erklärt NABU-Wolfsexperte Markus Bathen.
Vor acht Jahren wurden in Deutschland nach 150 Jahren wieder die ersten Wölfe in freier Wildbahn geboren. Die Rückkehr dieses einst ausgerotteten Tieres ist eine der hoffnungsvollsten Entwicklungen im Artenschutz. Gegenwärtig leben in Sachsen drei Rudel, im südlichen Brandenburg ist ein Pärchen bekannt, von denen ebenfalls Nachwuchs zu erwarten ist. Einzelne Wölfe leben in Hessen, Niedersachsen und Mecklenburg Vorpommern.

NABU begrüßt neue Wolfsfamilie!
Nun ist es offiziell: die Lausitz hat eine weitere Wolfsfamilie!


Wie auf dem diesjährigen Wolfstag in Rietschen bekannt wurde, hat sich am Ostrand der Muskauer Heide eine weitere Wolfsfamilie gegründet. Wer die neuen Eltern in der Muskauer Heide sind, weiß bislang niemand. Fest steht nur: auch das bisherige Wolfspaar in der Heide hat eigene Welpen.
Das Geländes des Truppen- übungsplatzes bietet offensichtlich zur Aufzucht von Jungen einen optimalen Lebensraum: viel Wild, sichere Ruheplätze und den richtigen Untergrund für eine Wurfhöhle. Es scheint zudem wildreicher zu sein als angenommen, so dass durch die Elterntiere auch genügend Futter für die jungen Welpen zu finden ist.
Auch die Bergbaufolgelandschaften in unmittelbarer Nähe bieten Raum für die Jagd und ausgedehnte Streifzüge. Weder die Braunkohlebagger, noch die angrenzenden Straßen scheinen die Wölfe zu beeindrucken. Die Entdeckung des neuen Rudels, wie bei Wölfen der Familienverband genannt wird, zeigt einmal mehr, wie wertvoll diese Lebensräume in der Lausitz sind.
Der Wolf als frei lebendes Wildtier galt bis 1998 in Deutschland als ausgestorben. Vor sieben Jahren brachte das das erste Wolfspärchen nach 150 Jahren erstmals gesichert Nachwuchs in der Muskauer Heide zur Welt. Seitdem haben die Tiere jedes Jahr drei bis fünf Welpen herangezogen, von denen die meisten jedoch spurlos verschwunden sind. Um herauszufinden wohin die älteren Welpen abwandern, werden durch das wildbiologische Büro Lupus zukünftig einige Jungwölfe eingefangen und besendert. Ein erster Fangversuch im letzten Winter hatte mangels Schneefall, der für das Auffinden der Wölfe unabdingbar ist, noch nicht den gewünschten Erfolg gebracht.


Ich bedanke mich ganz herzlich bei Nabu (http://www.nabu.de)",
dafür, das ich diesen Artikel in meiner HP veröffentlichen durfte.